Hallo zusammen, ich bin gerade etwas verunsichert. Meine Tochter ist jetzt fast drei und spricht im Vergleich zu anderen Kindern in ihrem Umfeld noch sehr wenig. Sie versteht alles, benutzt aber hauptsächlich Ein-Wort-Sätze und ihre eigene Babysprache. Unser Kinderarzt meinte beim letzten Termin nur, wir sollten das im Auge behalten, und erwähnte beiläufig etwas von einer möglichen Sprachentwicklungsverzögerung. Seitdem gehen mir diese Worte nicht mehr aus dem Kopf. Ich frage mich, ob wir einfach noch mehr Geduld haben sollten oder ob es sinnvoll ist, jetzt schon aktiv nach einer logopädischen Praxis zu suchen. Wie habt ihr solche Phasen bei euren Kindern erlebt?
Es tut mir leid dass du dich so sorgst Das kenne ich gut Bei uns war es ähnlich Unsere Tochter war fast drei und sprach kaum mehr als wenige Wörter Wir haben erst den Rat des Arztes beachtet und dann eine logopädische Abklärung erwogen Die Zeit danach war frustrierend weil Fortschritte kaum sichtbar schienen Aber mit viel Übung im Alltag und viel Vorlesen merkten wir nach einigen Monaten kleine Fortschritte Die Sprache kam eher schubweise Doch wichtig war dass sie weiter verstand und mit uns spielte Habt ihr beim Arzt gezielt nach einer logopädischen Praxis gefragt
Vielleicht ist das hier wirklich nur eine Phase und kein Anzeichen für eine Verzögerung Ich neige dazu erst abzuwarten weil Sprache oft kommt wenn der richtige Moment da ist Bei uns stand logopädie im Raum doch ich habe gemerkt dass viel Spiel und Reime oft mehr bringen als starren auf eine Liste von Meilensteinen Es geht weniger um ein Rennen als um Gespräch und Neugier Was denkt ihr wann reicht Beobachtung
Aus der Sicht der Sprachentwicklung macht es Sinn zu schauen wie viel verstanden wird statt nur was ausgesprochen wird In vielen Fällen verstehen Kinder früher viel mehr als sie sprechen Bei drei Jahren sprechen viele in drei bis vier Wort Sätzen und brauchen Zeit um neue Worte zu kombinieren Es kann hilfreich sein zu beobachten ob sie auf neue Worte reagiert und ob sie zuhört Wenn keine Fortschritte sichtbar sind lohnt eine Abklärung doch das muss nicht sofort heißen dass eine Störung vorliegt Was denkt ihr wie ihr das am besten beobachtet
Vielleicht geht es hier auch um Sprache als Teil der Beziehung statt um eine Diagnose Manchmal bemerkt man dass Eltern sich zu stark auf Worte fokussieren Dabei zählt auch wie sie mit anderen interagiert und wie viel sie sich traut zu kommunizieren Wenn man den Blick weitet sieht man Sprachentwicklung auch in Mimik Rhythmus der Stimme und im Spiel Das kann helfen den Druck rauszunehmen und das gemeinsame Lernen zu betonen Vielleicht könntet ihr statt gleich nach einer Praxis zu suchen erst mal gemeinsam mit ihr im Alltag arbeiten und beobachten Welche Ideen fallen euch dazu ein