Seit ein paar Monaten fällt es mir schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Ich sitze dann noch stundenlang da, grüble über Gespräche nach und kann einfach nicht zur Ruhe kommen. Das belastet auch meine Beziehung, weil ich oft gereizt bin. Ich frage mich, ob das schon in Richtung einer emotionalen Erschöpfung geht oder ob das noch im Rahmen des normalen Stresses ist. Wie macht sich das bei euch bemerkbar, wenn ihr merkt, dass eure Batterien wirklich leer sind?
Es fühlt sich an wie eine emotionale Erschöpfung, als habe eine unsichtbare Batterie im Kopf einen Defekt. Nach der Arbeit bleibe ich sitzen und die Gedanken drehen Kreise, selbst einfache Gespräche kosten plötzlich Energie und ich werde reizbar.
Bei mir zeigt sich das durch steigende Gedankenkreise am Abend, schlechter Schlaf, weniger Geduld und ein allgemeines Grau in der Stimmung.
Vielleicht geht es mir eher um Perfektionismus als um Erschöpfung, ich glaube, jeder kleine Fehler am Tag wird zur Bestätigung dass ich weiter leisten muss, dabei rutsche ich in eine graue Zone.
Ich sehe das so, so einfach lässt sich das doch nicht in Kategorien sortieren, vielleicht ist das nur eine Phase in der die eigenen Erwartungen lauter werden und man macht daraus eine dramatische Geschichte.
Eine andere Brille könnte helfen statt von Batterien leer zu sprechen, vielleicht geht es um Balance aus Aktivität Erholung und sozialen Erfahrungen.
Wie macht sich das bei euch bemerkbar, wenn eure Batterie wirklich leer ist, welche konkreten Signale treten zuerst auf?