Wie erkenne ich empathieverlust und bleibe trotzdem engagiert?
#1
Ich war letzte Woche auf einer Familienfeier und es ging, wie so oft, um die Nachrichten. Mein Onkel meinte, dass man bei all den Konflikten in der Welt irgendwann abstumpft und nur noch wegschaut. Das hat mich nicht losgelassen, weil ich genau das bei mir selbst spüre. Diese Gleichgültigkeit macht mir fast mehr Angst als die Schlagzeilen selbst. Ich frage mich, ob andere das auch kennen – dieses schleichende Gefühl, dass das Mitgefühl einfach erschöpft ist.
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#2
Ja das kenne ich gut, dieses schleichende Wegsehen im Kopf. Man fragt sich ob man noch zu dem gehört was Mitgefühl weckt und ob man die richtigen Dinge tun könnte statt einfach weiter zu scrollen.
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#3
Es könnte an kognitivem Überfluss liegen. Das Gehirn filtert Reize und verschiebt Aufmerksamkeit so dass Mitgefühl wie eine Reserve klingt. Kleine konkrete Schritte wie bewusste Pausen oder fokussierte Unterstützung helfen eher als Selbstvorwürfe.
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#4
Vielleicht geht es gar nicht um Mitgefühl sondern um Kontrolle. Wenn Nachrichten uns zu stark kontrollieren bleibt weniger Handlungsspielraum und das erzeugt Widerwillen.
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#5
Was wenn die Frage schon zu eng ist und Gleichgültigkeit eine Form der Reaktion ist die eher Selbstschutz als Kälte zeigt?
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#6
Das klingt nach einer Bequemlichkeitsrede die irgendwer schon seit Jahren erzählt. Vielleicht ist es einfach Widerstand gegen Überforderung statt echtes Desinteresse.
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#7
Vielleicht lohnt es sich das Thema neu zu rahmen als Frage nach menschlicher Belastbarkeit und nach Wegen wie Gemeinschaften zusammenhalten statt sich zu wundern dass man aufgibt.
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