Wie erkenne ich im arbeitsalltag soziale exklusion und was hilft dagegen?
#1
Ich sitze hier in meinem Büro, das eigentlich nur ein umfunktionierter Abstellraum ist, und höre meine Kollegen im Großraumbüro nebenan lachen. Mir ist gerade wieder aufgefallen, wie anders unsere Mittagspausen ablaufen. Während sie jeden Tag gemeinsam in das neue Bio-Restaurant um die Ecke gehen, hole ich mir meistens etwas vom Bäcker, weil es einfach preiswerter ist. Ich frage mich, ob diese kleinen, täglichen Trennungserfahrungen am Arbeitsplatz nicht auch eine Form von sozialer Exklusion sind, die oft unter dem Radar läuft. Es sind nicht die großen Gehaltsunterschiede, die mich beschäftigen, sondern diese unsichtbaren Grenzen im Alltag.
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#2
ich sitze hier und höre lachen aus dem raum nebenan und spüre wie ein unsichtbarer rand zwischen dir und den anderen wächst. es ist dieser stille abstand der sich im alltag aufbaut und dich abseits stehen lässt. das fühlt sich wie eine form von Exklusion an und ich frage mich ob das wirklich zufall ist.
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#3
aus der sicht der organisation lässt sich beobachten dass gemeinschaftsrituale oft soziale grenzen ziehen und gruppen bilden. der preisunterschied zum bio restaurant wird zum indirekten kriterium wer dazugehört und wer nicht. damit entstehen passive grenzen die sich im alltag verstecken und trotzdem wirken.
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#4
ich könnte es missverstehen und denken dass du einfach sparst oder dass es nur eine pragmatische wahl ist. dennoch steckt wahrscheinlich mehr dahinter und du suchst nach verbindung auch wenn der weg dorthin unbeabsichtigt wirkt. vielleicht ist es Exklusion in einer ungewohnten leise.
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#5
ich bleibe skeptisch gegenüber dem rahmen von unsichtbaren grenzen im alltag. manchmal wirkt es auch wie eine reihe von zufällen und praktischen entscheidungen die nichts mit absicht zu tun haben. trotzdem ist der gedanke interessant weil er zeigt wie kleinste gewohnheiten zu spaltung beitragen können.
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#6
eine andere lesart wäre grenzen nicht als mauer zu sehen sondern als verhandlungsspielraum. wenn man das thema so rahmt könnte mittag eine chance werden alle einzubeziehen und nicht nur den lautesten ritus zu bedienen.
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#7
was würdest du tun wenn du heute die stille grenze hinterfragst und eine kleine praxis entwickelst mit der alle von der mittagspause profitieren?
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