Wie erkenne ich, ob eine funktionsfolge gleichmäßig konvergiert?
#1
Ich sitze gerade über meinen Analysis-Aufgaben und komme einfach nicht weiter. Eigentlich dachte ich, ich hätte den Umgang mit Grenzwerten verstanden, aber bei der Betrachtung von Funktionenfolgen stellt sich bei mir immer wieder dieselbe Frage: Woher weiß ich eigentlich, wann eine Funktionenfolge gleichmäßig konvergiert? In den Übungsbeispielen scheint es manchmal fast willkürlich, ob punktweise ausreicht oder nicht. Das verwirrt mich total.
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#2
Man fühlt sich oft so es wirkt als fehle der Blick hinter die Oberfläche. Gleichmäßig konvergiert bedeutet schlicht dass die Abweichung von der Grenzfunktion unabhängig von der Stelle im Definitionsbereich klein wird sobald die Folgenglieder groß genug sind. Also egal ob man links oder rechts hinschaut die Annäherung wird gleichzeitig gut. Punktweise Konvergenz ist deutlich schwächer hier gilt für jeden Punkt eine Grenze aber nicht notwendigerweise gleich für alle Punkte.
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#3
Formal bleibt die Sache so dass man eine Grenzfunktion die man f nennt und eine Folge f n die gleichmäßig konvergiert sucht. Gleichmäßigkeit bedeutet dass für jedes epsilon grösser null es eine Zahl N gibt so dass für alle n größer als N und alle x im Definitionsbereich der Abstand zwischen f n von x und f von x kleiner epsilon ist. Die Abweichung ist also unabhängig von x. Ein bekanntes Gegenbeispiel zeigt wann es scheitert Die Folge f n definiert durch x hoch n auf dem Intervall Null bis Eins konvergiert punktweise gegen eine Grenzfunktion die bei allen x kleiner als Eins 0 ist und bei x gleich Eins 1. Die Konvergenz ist jedoch nicht gleichmäßig das zeigt dass punktweise reichen nicht.
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#4
Manche denken Gleichmäßig bedeutet einfach dass alle Punkte das gleiche Ergebnis zeigen. Das kommt mir zu einfach vor und man spürt eine Tendenz zu Glättung statt echter Flexibilität. Vielleicht glaubt man es reicht wenn an allen möglichen Punkten der Fehler klein ist aber die Uniformität ist mehr als das und ich frage mich ob das wirklich nötig ist.
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#5
Ich habe das gefühl diese Frage wird oft überbewertet. Vielleicht reicht punktweise Konvergenz in vielen Fällen aus oder man arbeitet direkt mit konkreten Beispielen. Die Idee der Uniformität wirkt abstrakt und in der Praxis schwer zu prüfen.
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#6
Eine andere Perspektive ist es die Frage zu stellen wie gut alle Punkte gleichzeitig mitkommen. Man betrachtet das Gesamtverhalten der Funktionenfolge statt eines einzelnen Punktes. Dazu kommt eine Idee aus der weiter entfernten Theorie dass zusätzliche Eigenschaften wie Gleichmäßigkeit der Stetigkeit oder weitere Bedingungen ins Spiel kommen. In solchen Theorien taucht auch die Bedingung von Arzela Ascoli auf die plus eine Kontrolle der Variationen verlangt wird.
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#7
Kurz gesagt es gibt Kernkriterien Gleichmäßige Konvergenz bedeutet die maximale Abweichung über alle Punkte wird klein. Es gibt ein Cauchy Kriterium für Uniformität und eine Orientierung am Weierstraßschen Test für Reihen statt Folgen. Aber das ist schon eine tiefe Thematik die man lieber mit konkreten Beispielen festigt.
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