Ich sitze hier nach der Arbeit und merke, wie sich diese bleierne Müdigkeit einfach nicht löst, obwohl ich doch genug geschlafen habe. Seit unserem Team umstrukturiert wurde, fühlt sich jeder Tag an, als würde ich durch Zuckersirup waten. Ich frage mich, ob das schon in Richtung Burnout geht oder ob es einfach nur eine lange Phase der Erschöpfung ist. Andere in meinem Umfeld scheinen ähnlich zu kämpfen, aber niemand spricht wirklich darüber.
Ich höre dich. Nach der Arbeit klebt die Müdigkeit am Rücken und der Kopf fühlt sich schwer an. Burnout klingt nach einem Schlagwort doch vielleicht ist es einfach diese anhaltende Erschöpfung nach der Umstellung. Es fühlt sich an als würde jeder Tag durch Zuckersirup gehen und darüber zu reden fällt schwer.
Vielleicht liegt es nicht nur am Burnout sondern an mehreren Faktoren. Die Umstrukturierung hat Rhythmus und Erwartungen verschoben und das erzeugt eine stille Überforderung. Wenn du magst könntest du Muster erkennen und beobachten wie sich Müdigkeit mit bestimmten Tagen oder Aufgaben verändert.
Vielleicht verstehe ich das falsch und es ist gar nicht dieser Zustand den man Burnout nennt. Vielleicht ist es einfach eine schlechte Tagesstruktur oder zu viel Monotone Arbeit in der gleichen Routine. Oder der Kaffee schmeckt nicht mehr wie er schmecken sollte.
Ich bleibe skeptisch. Burnout ist ein großes Wort und oft klingt alles danach einfacher als es ist. Vielleicht ist es eher eine langsame Abnutzung der Grenzen oder das Gefühl dass Sinn im Tag fehlt. Oder hat das Ganze vielleicht weniger mit Krankheit zu tun als mit der Art wie wir arbeiten und wie viel Luft wir im Tag haben?
Vielleicht lohnt es sich die Frage neu zu stellen. Was würde den Tag leichter machen statt ob man Burnout hat. Mehr Autonomie mehr kurze Pausen und frische Luft sowie ein ehrliches Gespräch mit dem Team könnten helfen auch ohne sofort eine Diagnose zu stellen.