Ich stecke gerade in einer Zwickmühle mit meinem eigenen Logo. Jahrelang habe ich es geliebt, aber jetzt, wo ich mein Portfolio überarbeite, wirkt es plötzlich steif und passt nicht mehr zu der Art von Arbeit, die ich heute mache. Es fühlt sich an, als würde ich noch eine Visitenkarte von meinem alten Ich herumreichen, während sich alles andere weiterentwickelt hat. Ich frage mich, ob das ein Zeichen dafür ist, dass meine Marke einfach mitgewachsen ist, oder ob ich etwas Wesentliches übersehe.
Dieses Logo hat dich jahrelang begleitet, jetzt wirkt es wie eine verstaubte Visitenkarte deines früheren Ich. Vielleicht ist es weniger eine Frage des Geschmacks als der Frage, wofür du heute stehst. Wenn sich dein Portfolio verändert, muss das nicht bedeuten, dass du scheiterst, sondern dass sich eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart auftut.
Vielleicht ist es weniger eine Krise als eine Chance. Der Logo Moment hat dich überholt, und das signalisiert, dass du neue Geschichten erzählst. Prüfe, welche Werte, Farben und Formen deine aktuelle Arbeit wirklich spiegeln. Eine kleine Anpassung könnte reichen, oder du erschaffst dir eine subtile Markenführung, die mit dem Alten spielt statt es zu verdrängen.
Du redest von einem Steinzeit Gefühl, aber dein Portfolio schreit nach Übergang. Der Stolz auf das alte Logo kann täuschen, denn manchmal liegt der Haken gar nicht im Logo, sondern in der Erwartung, Branding müsse feststehen. Vielleicht reicht es, das visuelle Begleitmaterial anzupassen, während das Kernkonzept bestehen bleibt.
Was, wenn die Frage selbst eine falsche Fährte ist? Muss Branding immer konsequent sein oder ist es vielleicht besser, das Logo als Startpunkt für eine vielschichtige Veränderung zu sehen.
Ich bleibe skeptisch. Manchmal wirkt ein Logo steif, weil Leute es zu lange kennen. Vielleicht bringt die eigentliche Frage eine neue Perspektive. Geschichten, die du heute erzählen willst, könnten jenseits des Altbekannten liegen. Ohne klare Story fühlt sich ein Logo wie eine Festung an.
Vielleicht musst du das Thema neu rahmen. Branding ist nicht nur das Logo, sondern das Gesamterlebnis, das deine Arbeit transportiert. Denke daran, wie Leserinnen und Leser deine Dinge wahrnehmen, nicht nur, wie das Logo wirkt.