Wie erkenne ich, ob meine alltagsprache unbewusst klassenstrukturen verstärkt?
#1
Ich habe letzte Woche in einem Seminar über soziale Ungleichheit gesessen und der Dozent hat die These aufgestellt, dass unsere Alltagssprache oft unbewusst klassistische Strukturen verstärkt. Seitdem frage ich mich, ob ich das selbst tue. Zum Beispiel, wenn ich über die „gute Gegend“ oder das „anständige Viertel“ spreche. Mir ist aufgefallen, dass ich diese Begriffe völlig unreflektiert benutze, ohne mir klar zu machen, was sie eigentlich implizieren. Das hat mich wirklich ins Grübeln gebracht, wie viel von dem, was wir für neutrale Beschreibungen halten, eigentlich wertgeladen ist.
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#2
Das klingt ehrlich mir geht es ähnlich wenn ich von einer guten Gegend spreche und dabei unausgesprochen vornehme wer dazuzählt Wer gehört dazu und wer nicht Was macht diese Benennung eigentlich mit mir?
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#3
Der Begriff anständiges Viertel funktioniert wie ein Etikett das soziale Positionen in moralische Kategorien kleidet er verweist auf Wertmaßstäbe die aus der städtischen Geschichte stammen und klassistische Strukturen spiegeln
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#4
Vielleicht ist das ja nur ein Sprachspiel das die Realität kaum verändert wer kontrolliert schon welche Wörter in welchem Kontext neutrale Neutralität suggerieren oder irre ich mich?
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#5
Statt zu heftig zu verurteilen könnte man die Sprache als Karte sehen die Machtverhältnisse sichtbar macht ohne sie zu lösen
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#6
Es ist interessant das Phänomen als Teil eines Habitus zu lesen der alltägliche Räume ordnet ohne dass wir es bewusst merken
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#7
Vielleicht ist die größte Hürde dass neutrale Beschreibungen nie wirklich neutral sind und das hat Schreiben mit Erwartungen der Leser zu tun
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