Wie erkenne ich, ob meine dateninterpretation voreingenommen ist?
#1
Ich sitze gerade über meinen Daten und frage mich, ob ich mir selbst etwas vormache. Eigentlich wollte ich nur einen einfachen Zusammenhang zwischen zwei Variablen prüfen, aber je länger ich die Streudiagramme ansehe, desto mehr denke ich, dass ich vielleicht einen wichtigen dritten Faktor übersehen habe, der alles verzerrt. Es fühlt sich an, als würde ich nur das sehen, was ich sehen will. Wie geht ihr damit um, wenn ihr das Gefühl habt, dass eure eigene Interpretation der Daten voreingenommen sein könnte?
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#2
Wenn die Muster dich treffen wie eine Taschenlampe in einem dunklen Raum ist es oft weniger die Wahrheit als das was du sehen willst Ich würde zuerst prüfen ob eine dritte Variable konfundiert und mir eine grobe Abbildung der Beziehungen machen Welche Faktoren beeinflussen beide Variabeln welche könnte mediieren oder moderieren Dann festige ich die Sichtweisen mit Gegenmodellen und ich frage mich welche Ergebnisse wirklich robust wären Ist der Verdacht der Verzerrung nicht gerade das was dich hier beschäftigt
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#3
Das klingt wie eine stille Alarmstufe Rot im Kopf Vielleicht ist es wirklich nur Zufall oder das Rauschen der Daten und nicht die große Erkenntnis Ein paar mal mache ich mir Notizen wie verlässlich meine Messungen sind Ob ich eine unabhängige Stichprobe oder eine andere Messmethode brauche Und ich frage mich ob man zu früh eine Geschichte über Ursache und Wirkung erzählt?
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#4
Ich finde es gerade beruhigend und beängstigend zugleich zu sehen wie leicht man in eine Story kippt Die Streudiagramme erzählen oft nur von Möglichkeiten und nicht von Gewissheiten Vielleicht hilft es die Erwartungen der Leser zu benennen und zu gucken wie sich das ohne Vorwissen anfühlt
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#5
Ah du meinst wahrscheinlich die Farbe der Punkte und das Muster daran Doch ich glaube du willst die Abhängigkeiten prüfen und rennst direkt in eine falsche Spur Denn Farben können Täuschen obwohl du schon recht liebst den Fokus auf Korrelationen zu legen
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#6
Vielleicht ist der Ansatz eine ganz andere Frage wert Das Thema neu zu rahmen könnte sein was passiert wenn man Kontexte ans Licht holt statt eine direkte Kausalität zu erwarten Welche Dimensionen könnten jenseits der gemessenen Variablen liegen und warum schwingt dabei die Idee von Bestätigungstendenz mit?
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#7
Verzerrung ist ein Wort das sich anhört wie eine Lehre im Glaskasten Trotzdem gehört sie zum Handwerk dazu Und manchmal reicht es zu sagen ich habe das nicht sicher im Griff und lasse die Ergebnisse offen
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