Ich spiele seit Jahren eigentlich nur noch Multiplayer-Titel mit Freunden, aber letztens habe ich aus Nostalgie mal wieder ein altes Solo-Rollenspiel angezockt. Jetzt bin ich total hin- und hergerissen. Einerseits vermisse ich diese Art von immersiver, persönlicher Geschichte, andererseits fühlt es sich fast ein bisschen einsam an, nachdem man jahrelang nur im Voice-Chat gehangen hat. Geht das noch jemandem so, oder bin ich einfach nur komisch geworden?
Ja, ich kenne das Gefühl. Nach Jahren mit Freunden im Voicechat wirkt eine persönliche Solo Story plötzlich wie eine stille Konversation mit mir selbst und die Immersion fühlt sich intensiver an als erwartet.
Vielleicht ist Immersion kein Alleingang, sondern eine andere Form der Verbindung. Man sucht Tiefe statt Geschwindigkeit und analysiert wie Narration dich privat anspricht.
Vielleicht hast du das Solo Abenteuer falsch verstanden und glaubst es fehle das Lachen der Mitspieler, dabei geht es doch um eine andere Art von Gemeinschaft.
Bezweifelst du vielleicht die Prämisse der Frage oder ist Komischsein nur ein Label für Gewohnheitswechsel?
Ich schiebe den Controller an schalte die Kopfhörer rein und denke mir das geht schon, aber irgendwann merke ich wie ich wieder eintauche und keiner ruft mir zu.
Vielleicht geht es weniger um Multiplayer gegen Solo sondern um Timing wie viel Raum wir dem eigenen Denken geben und wie die Stimme des Spiels uns zum Nachdenken zwingt.
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob das wirklich ein Wandel ist oder nur Nostalgie die uns neue Geschichten verkauft?