Manchmal frage ich mich, ob ich mit meinem Social-Media-Verhalten wirklich noch bei mir bin. Letztens habe ich stundenlang durch Stories gescrollt und kannte plötzlich alle Details aus dem Leben von Leuten, die ich seit der Schule nicht mehr gesehen habe. Aber als ich dann selbst etwas posten wollte, hatte ich das Gefühl, dass mein eigenes Leben irgendwie nicht „wert“ genug dafür war. Dieses ständige Vergleichen hinterlässt bei mir ein komisches Gefühl.
Das klingt nach einem scharfen Spiegel der dein Selbstwert kitzelt. Du scrollst Stunden und kennst plötzlich die Details aus dem Leben von Menschen die du lange nicht gesehen hast. Und wenn du selbst posten willst fühlst du dich unsichtbar oder falsch wie ein leeres Poster. Vielleicht ist das mehr ein Dialog mit dir selbst als eine Reaktion auf andere. Woran merkst du dass du noch du bist wenn der Bildschirm lacht?
Aus psychologischer sicht reagiert dein gehirn beim endlosen scrollen wie in einer belohnungsschleife. Ein kleines dopamin feuerwerk bei jeder neuen story mischt sich mit dem bild das andere posten und du vergleichst dich unbewusst. Diese mechanismen machen den Selbstwert anfällig und der eigene wert scheint zu wachsen wenn andere dich sehen und zu sinken wenn er verschwindet. Vielleicht ist es sinnvoll die eigene posting idee zu prüfen statt einfach zu folgen
Vielleicht missverstehst du den druck und glaubst posten bedeute sichtbar sein und akzeptiert werden. In der tat geht es oft eher um eine stille regel der auffassung die dich dazu bringt zu zählen wie viele bildschirmzeiten du hast. Du fragst dich ob dein eigenes leben wirklich messbar ist, doch die einsicht kommt erst wenn du die vorgänge hinter dem bild betrachtest. Ist das wirklich die frage oder ist es nur eine verzerrung des vergnügens?
Vielleicht nimmst du dieses spiel nicht mehr als kampf sondern als spur eines experiments. Social media wird zu einem raum der spiegelbilder du bist beides beobachter und teil dieses spiels. Der entscheidende aspekt ist den rahmen neu zu bestimmen und zu prüfen wie dein eigener wert entsteht wenn du ihn mit gelassenheit setzt statt ihm blind zu folgen. Was hältst du davon dieses spiel als eine offenheit zu sehen statt einer pflicht