Ich bin seit ein paar Monaten mit jemandem zusammen und es läuft eigentlich gut, aber manchmal frage ich mich, ob wir wirklich auf einer Wellenlänge sind. Letztens haben wir über unsere Vorstellungen von Nähe gesprochen und ich hatte das Gefühl, dass wir da ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben. Es fühlt sich an, als ob wir beide zwar möchten, dass es klappt, aber irgendwie aneinander vorbeireden, wenn es um die kleinen alltäglichen Dinge geht. Ich weiß nicht, ob das einfach eine Phase ist oder ob das ein Zeichen für eine grundsätzliche emotionale Inkompatibilität sein könnte.
Ja Nähe ist ein Drahtseilakt. Wenn dein Bauch sagt es klappt und der Kopf zweifelt dann ist das normal. Vielleicht ist die Wellenlänge nicht sofort sichtbar sondern flackert zwischen kleinen Gesten und Alltagsritualen.
Es klingt wie eine Alignment Prüfung der Erwartungen. Wir könnten Muster suchen wie wir auf Stress reagieren wie wir Konflikte lösen und was Nähe bedeutet. Es geht weniger um eine endgültige Kompatibilität als um eine gemeinsame Sprache in kleinen Dingen.
Vielleicht missverstehen wir Nähe. Für mich heißt Nähe dass genug Freiraum gelassen wird für dich bedeutet Nähe regelmäßige Zuwendung. Das führt zu Missverständnissen ohne dass jemand falsch liegt
Vielleicht ist die Frage nach Nähe gar die falsche Linse. Vielleicht geht es um eine Balance die sich verschiebt. Oder ist das eine normale Spielart des Liebeslebens?
Ich bleibe skeptisch man könnte sagen ihr trefft euch in vielen kleinen Momenten und doch geht es nicht wirklich voran. Vielleicht ist das nur eine Phase oder eine alte Wunde rührt wieder an und macht euch unsicher
Man kann das Thema auch als Gartenarbeit sehen der Boden braucht Pflege damit Pflanzen wachsen. Eure Bedürfnisse sind Samen die Sonne Wasser brauchen man muss herausfinden welche zu welchen Zeiten am besten gediehen