Seit ich vor ein paar Monaten in die neue Abteilung gewechselt bin, habe ich ständig dieses flaue Gefühl im Magen, bevor ich morgens losfahre. Es ist nicht mal der Job an sich, sondern dieses ständige Gefühl, nicht schnell genug zu sein oder etwas zu übersehen. Letzte Woche saß ich einfach nur da und mein Herz hat so komisch gerast, obwohl gerade gar nichts Akutes passiert war. Ich frage mich, ob das schon eine Form von Panikattacke ist oder ob das noch im Rahmen von normalem Stress liegt. Andere scheinen hier ja auch klar zu kommen.
Ich höre dich, das klingt anstrengend und verwirrend zugleich. Dieses flaue Gefühl im Bauch vor dem Losfahren ist wie ein ständiges Erwartungshalten auf Fehler. Vielleicht ist es einfach die neue Abteilung die dich ein wenig überfordert und dein Körper reagiert darauf, bevor der Tag überhaupt beginnt. Du bist nicht allein damit.
Aus Sicht der psychischen Belastung kann das Wechseln in eine neue Abteilung eine Form Stressreaktion auslösen. Die Beschreibung klingt wie eine Mischung aus Anspannung und Alarmbereitschaft, aber es muss nicht automatisch eine Panikattacke sein. Wichtig wäre zu beobachten ob es regelmäßig auftritt und ob es mit bestimmten Situationen zusammenhängt. Hast du schon mit jemandem im Team darüber gesprochen?
Vielleicht treibt dich gar nicht so sehr die Panik an, sondern der feste Glaube du müsstest sofort alles richtig machen. In dem Fall ist das Herzrasen eher ein Zeichen deiner inneren Stimme die sagt Wir müssen gut funktionieren. Das heißt nicht unbedingt, dass es eine Panikattacke ist.
Es wirkt mir ein wenig dramatisch wenn man sofort an Panikattacke denkt. Die Arbeit bringt Druck mit sich und das ist kein Beweis für ein medizinisches Problem. Manchmal reicht auch einfach eine kurze Pause oder eine andere Perspektive um wieder Luft zu bekommen.
Vielleicht geht es eher um eine neue Routine die noch unfertig wirkt. Wenn das Gehirn ständig neue Muster prüft und kein ganzes Bild sieht kehrt das Gefühl des Vorlaufens zurück. Das zu benennen kann helfen ohne gleich eine Diagnose zu suchen.
Man könnte hier auch über Lernquotienten reden nicht im Sinne von Noten sondern als Maß dafür wie viel du akzeptierst dass Anstrengung unvollständig bleibt. Ein Konzept das hier passen könnte ist die Idee dass Vermeidung von Fehlern zu mehr Stress führt und sich so ein Teufelskreis bildet