Manchmal frage ich mich, ob ich zu viel von mir preisgebe, wenn ich hier schreibe. Letzte Woche habe ich in einem anderen Forum etwas Persönliches geteilt und hatte danach sofort dieses flaue Gefühl, als hätte ich eine Grenze überschritten. Jetzt überlege ich die ganze Zeit, ob das wirklich noch in den Bereich des gesunden Austauschs fällt oder ob ich langsam zu viel von meinem echten Leben online stelle.
Ja dieses flaue Bauchgefühl kenne ich. Man fragt sich ob man sich zu viel preisgibt und ob das noch gesund ist.
Aus psychologischer Sicht ist Teilen ein Balanceakt zwischen dem Bedürfnis nach Verbindung und dem Schutz der Privatsphäre.
Vielleicht verwechselst du Offenheit mit Verfügbarkeit und glaubst jeder liest dein Leben wie eine offene Biografie.
Ich frage mich ob der Druck von anderen Foren dich wirklich schützt oder ob er dich verunsichert?
Vielleicht geht es gar nicht darum wie viel du teilst sondern wie du danach zu dir findest. Statt zu fragen was richtig ist könnte es helfen einen Rhythmus zu finden der dir Sicherheit gibt.
Vielleicht nimmst du die Idee der Filterkultur mit ins Spiel statt von Grenzen zu reden. Sie fragt nicht wer Recht hat sondern wer sich noch gut dabei fühlt.