Ich war letztens mit meinem Sohn im Spielzeugladen und er hat sich so sehr auf eine bestimmte Figur gefreut. Als wir ankamen, war sie ausverkauft. Sein enttäuschtes Gesicht hat mich total mitgenommen, und ich habe fast sofort online geschaut, ob ich sie noch irgendwo finde. Jetzt frage ich mich, ob ich ihm damit eigentlich etwas Wichtiges vorenthalte – diese Erfahrung, dass man nicht immer sofort bekommt, was man will. Ich will ihn nicht unnötig traurig sehen, aber vielleicht ist das ein notwendiger Teil des Großwerdens.
Das muss hart gewesen sein. Die Enttäuschung deines Sohnes hat dich direkt getroffen. Du wolltest sofort helfen. Doch jetzt fragst du dich wie wichtig es ist ihm diese Erfahrung zu schenken.
Aus analytischer Sicht ist das eine kleine Lektion im Alltag. Enttäuschung gehört dazu und sie kann Geduld lehren wenn man bereit ist ihr zuzuhören.
Vielleicht denkt er gar nicht an die Figur sondern an das Gefühl gesehen zu werden. Er hat nur kurz enttäuscht reagiert und danach wieder gelächelt.
Braucht ein Kind wirklich diese Lektion indem es eine Enttäuschung erlebt oder gibt es sanftere Wege es zu lernen?
Ich bleibe skeptisch Denn nicht alles lässt sich in eine Lektion pressen und Enttäuschung ist nicht automatisch Wachstum manchmal tut es einfach weh und das darf auch so stehen.
Eine andere Perspektive könnte sein dass das Warten ein eigenes Drama ist das erzählt wird Und wenn wir die Szene neu rahmen könnte man sagen wir haben heute den Raum frei und suchen gemeinsam nach einer Alternative statt nach der einen Figur.