Ich stecke gerade in einem Projekt fest, wo ich eine alte Holztruhe mit richtig viel Charakter modellieren will. Die Theorie von PBR-Materialien klingt immer so logisch, aber wenn ich dann versuche, diese abgegriffenen Kanten und den matteren Glanz nachzustellen, wirkt alles irgendwie künstlich und zu perfekt. Ich frage mich, ob ich zu sehr in den Maps verloren gehe und den Blick für das echte, unebene Material verliere.
Ich verstehe dich, eine alte Truhe braucht Charakter und PBR Materialien klingen logisch doch oft wirkt alles viel zu glatt.
Vielleicht liegt der Trick nicht in den Maps allein, sondern darin wie Licht und Mikrounregelmäßigkeiten zusammenkommen.
Man neigt dazu die Textur zu optimieren und verpasst dabei das echte Material von Holz mit Dellen und Abplatzern.
Die Theorie sagt man soll roughness und normal maps mischen, aber die Praxis erinnert daran dass Oberflächen auch Stille haben.
Was wenn der Blick darauf hauptsächlich das erwartet was der Betrachter hören möchte statt was wirklich da ist?
Vielleicht hilft es ja auch mal zu ignorieren was theoretisch korrekt ist und den Fokus auf das Griffgefühl zu legen.
Eine andere Perspektive wäre zu fragen wie stark man die Struktur spüren will statt den perfekten Spiegelglanz zu suchen