Ich habe in letzter Zeit so viele Videos gesehen, die diesen wirklich weichen, fast melancholischen Look haben, wo die Farben irgendwie gedämpft sind, aber die Tiefen trotzdem noch schön satt wirken. Ich versuche schon seit Wochen, diesen Look für ein persönliches Projekt hinzubekommen, aber bei mir wird es entweder zu matschig oder es verliert komplett die Stimmung. Mein Ansatz war bisher immer, einfach mit den Schiebereglern für Schatten und Lichter zu arbeiten, aber das fühlt sich irgendwie falsch an. Ich frage mich, ob ich vielleicht einen grundlegenden Schritt in der Farbkorrektur übersehe, bevor ich überhaupt an den kreativen Look denke.
Farbkorrektur beginnt oft vor der kreativen Stimmung. Wenn der Weißabgleich passt und die Mitteltöne neutral bleiben wirken Farben weniger matschig und die Tiefe bleibt erhalten. Erst danach kommt der Look.
Du willst einen weichen melancholischen Look und fragst ob es davor noch einen Schritt gibt. Vielleicht liegt der Schlüssel gar nicht in der Balance der Schieberegler sondern im Lichtsetup oder in der Lichtführung. Oder ist das alles nur Illusion?
Ausprobieren und verzerren kann helfen doch der Grundsatz bleibt die Farbkorrektur. Leichte Anpassung der Farbtemperatur und der Sättigung kann schon eine sauberere Grundlage schaffen bevor du an den kreativen Look denkst.
Vielleicht verfolgst du einen falschen Weg und solltest mehr auf Textur statt auf Farbwerte setzen. Ein bisschen Grain kann den Charme geben ohne matschig zu wirken.
Du könntest den Weg ganz anders sehen und die Szene zuerst in einer stimmigen Kontraststufe abbilden bevor du Farbkorrektur ansetzt. Der Look wird dann nicht sofort flach wirken.
Was wenn die Grundannahme selbst unwichtiger ist als der Moment, in dem der Clip atmet und die Postprozesse danach erst entstehen