Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass meine Zeichnungen irgendwie flach wirken, obwohl ich versuche, Tiefe mit Schattierungen zu erzeugen. Besonders bei Porträts fehlt dieser räumliche Eindruck, der das Gesicht lebendig macht. Ich frage mich, ob ich vielleicht zu sehr auf Linien vertraue und nicht genug auf die Form an sich.
Ich verstehe dich wirklich du willst in dem Porträt Leben spüren nicht nur eine Schicht aus Linien und Schatten das flache Papier will dir widerstehen und du fragst dich warum der Blick nicht sofort lebt
Betrachte das Gesicht als drei Ebenen das ovale der Wangenknochen die Augenpartie und die Nasenstruktur Jede Ebene bekommt ihr eigenes Licht und ihre eigene Richtung das macht Tiefe sichtbar statt nur dunkle Stellen zu verteilen
Vielleicht reißen dich die Linien zu sehr raus du glaubst Tiefe kommt nur durch harte Schatten doch manchmal reicht ein sanfter Wechsel von Tonwerten um die Formen besser zu begreifen
Was wenn Tiefe gar nicht zuerst kommt sondern die Präsenz des Gesichts in der Mimik die stärkste Wirkung hat?
Ich bezweifle dass mehr Schatten automatisch Tiefe schafft manchmal wirkt es wie ein Trick Der Blick bleibt flach wenn die Form nicht verstanden wird
Vielleicht geht es auch um den Rahmen nicht nur um das Gesicht Wenn Licht und Material miteinander sprechen entsteht eine Bildsprache die nicht nur die Haut zeigt sondern eine Haltung