Ich habe in letzter Zeit viel mit Acrylmalerei experimentiert und stehe vor einem kleinen Problem. Ich liebe es, mit einer Untermalung zu arbeiten, um Tiefe zu schaffen, aber irgendwie verliere ich diese lebendige erste Schicht immer komplett, wenn ich dann die Deckfarben darüberlege. Das Bild wirkt am Ende oft flach, obwohl ich genau das Gegenteil erreichen wollte. Vielleicht lasse ich der ersten Schicht nicht genug Zeit oder gehe zu zaghaft mit den späteren Lasuren um. Ich frage mich, wie andere das handhaben.
Ja das kenne ich gut. Die Untermalung trägt das Bild, doch beim ersten Lasieren wirkt alles flach und verloren, als würde die Tiefe verdampfen. Geduld ist schwer in dem Moment.
Aus der Praxis heraus denke ich dass man die Decklagen als transparente Schichten arbeiten sollte. Lass die Unterlage wirklich trocken und trag hauchdünne Lasuren auf damit die erste Schicht sichtbar bleibt.
Ich habe Untermalung erst als dunkle Grundierung verstanden und war überrascht wie oft die Deckschicht die Tonwerte überstrahlt. Vielleicht geht es auch um eine helle Grundierung und dunkle Lasuren im Verlauf.
Ich zweifle ob das Problem wirklich in der Technik liegt. Manchmal scheint mir das Thema zu groß für eine einfache Lösung und die Erwartungen setzen zu viel unter Druck.
Vielleicht muss man Untermalung nicht als Methode sehen sondern als Einladung zu einer neuen Perspektive. Die Tiefe kommt oft mehr durch Komposition als durch Schichten.
Was würdest du versuchen um die lebendige erste Schicht zu retten statt sie zu verstecken?