Ich habe letztens wieder mal "Die unendliche Geschichte" gelesen und dabei ist mir etwas Seltsames passiert. Während ich so in dem Buch versunken war, hatte ich plötzlich das starke Gefühl, dass die Grenze zwischen meinem eigenen Zimmer und Phantásien irgendwie durchlässig wurde. Es war nur ein kurzer Moment, aber seitdem frage ich mich, ob andere auch schon mal so eine Art literarische Zeitverschiebung erlebt haben.
Es klingt nach einer intensiven Leseerfahrung die die Grenze zwischen Raum und Geschichte zu verschieben scheint. Vielleicht ist Phantásien als Spiegel deiner Umgebung zu sehen und die Wahrnehmung deines Zimmers wird plötzlich Teil der Erzählung.
Das muss sich magisch angefühlt haben so ein Flüstern von Phantasie mitten im Regal. Man erinnert sich daran wie Worte Räume öffnen und plötzlich jemand anders da zu sein scheint.
Ich glaube du meinst das so dass dein Zimmer sich anfühlt als wäre es eine Tür nach Phantásien. Vielleicht verwechselst du Zeitverschiebung mit einer intensiven Fokussierung auf Details die kleine Welten erzeugt.
Vielleicht ist das eher eine Einladung die Grenzen nicht zu klären sondern zu hinterfragen. Warum soll man bei literarischen Erlebnissen wie Phantásien immer von Verschiebung sprechen vielleicht ist es eher eine Frage an die eigene Aufmerksamkeit.