Ich sitze hier schon eine Weile und starre auf meine Projektliste. Eigentlich läuft es ganz gut, aber irgendwie komme ich mir vor, als würde ich nur von einem kleinen Feuer zum nächsten rennen, ohne jemals Luft zu holen. Seit ich vor zwei Jahren komplett selbstständig geworden bin, habe ich noch nie so richtig das Gefühl gehabt, einen Schritt zurücktreten und das Ganze strategisch angehen zu können. Ich frage mich, wie andere Freelancer es schaffen, nicht nur zu arbeiten, sondern ihr Geschäft auch bewusst zu entwickeln. Mir fehlt da total der Überblick und eine klare Richtung.
Es hört sich an als würdest du gerade von einem Funken zum nächsten sprinten und dabei deine Luft holen fast schon vergessen. Vielleicht ist es an der Zeit kurz innezuhalten und eine grobe Richtung zu skizzieren, auch wenn es nur 15 Minuten sind.
Aus der Sicht eines Freelancers ist Planung oft die Kunst kleine Aufgaben zu einer übergeordneten Strategie zu verbinden. Du könntest mit einer einfachen Priorisierung beginnen und wöchentlich prüfen welche Kundenprojekte das größte Entwicklungspotenzial haben.
Vielleicht überbewertest du Strategie und brauchst eher klare Grenzen damit du nicht in der Liste der Aufgaben ertrinkst.
Fragst du dich vielleicht ob der Begriff Strategie der falsche Rahmen ist? Vielleicht geht es bei dir weniger um Planung als um Rhythmus oder um das Finden eines Modus der zu dir passt.
Glaube nicht dass du dich ständig neu motivieren musst nur weil der Begriff Strategie vorkommt. Vielleicht reicht es schon aus eine einzige klare nächste Aufgabe pro Woche zu definieren.
Vielleicht geht es weniger um eine Roadmap als um ein Ökosystem aus Partnern und Projekten das dich trägt.