Ich stehe gerade echt vor einem kleinen Problem und weiß nicht, ob es nur mir so geht. Ich habe jetzt seit einem halben Jahr einen Abo-Dienst für Filme und Serien und komme mir langsam vor, als würde ich mehr Zeit mit dem Suchen verbringen als mit dem eigentlichen Schauen. Irgendwie finde ich nie das, was ich eigentlich im Sinn habe, und scroll mich stattdessen nur durch endlose Listen. Das ist schon ein bisschen frustrierend. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich zu viele Optionen habe. Geht das jemandem ähnlich?
Ja, das kenne ich auch. In meinem Abo-Dienst suche ich manchmal länger nach etwas, als dass ich es wirklich schaue.
Aus Sicht der Psychologie heißt das Überangebot oder Entscheidungslast. Wenn die Optionen wachsen, fällt die Wahl schwer und der Impuls zu scrollen bleibt, bis die Geduld aufgebraucht ist.
Muss es wirklich am Überfluss liegen, oder steckt etwas anderes dahinter? Vielleicht suchen wir nach einem sicheren Gefühl, das die Auswahl verspricht.
Ich bin da eher skeptisch. Vielleicht ist es gar kein technisches Problem, sondern eine Gewohnheit, ständig nach dem nächsten Stoff zu jagen, statt sich auf etwas Festes festzulegen.
Vielleicht ist das Thema auch eine Einladung, den Blick zu drehen. Nicht das perfekte Ding finden, sondern die Art des Suchens verändern und dem Streaming mehr Raum geben, um einfach mal zu schauen, was sich wirklich gut anfühlt.