Manchmal frage ich mich, ob wir mit unseren Wochenendausflügen in die Natur nicht etwas zu viel wollen. Letztens waren wir wieder wandern, die Kleine war eigentlich müde und quengelig, und ich hatte das Gefühl, wir hetzen nur von einem "besonderen Moment" zum nächsten, um alles festzuhalten. Irgendwie geht dann die eigentliche Freude daran verloren. Andere Familien scheinen das so mühelos hinzubekommen.
Das kenne ich gut. Wenn man am Wochenende in die Natur geht und das Kind müde quengelt wirkt der ganze Spaß plötzlich schwer zu halten und man hetzt von einem besonderen Moment zum nächsten und verpasst das eigentliche Lächeln im Wald.
Vielleicht ist es der Druck alles mit dem Handy festzuhalten statt einfach zu erleben. Wir sammeln Erlebnisse statt sie wirklich zu erleben und der Sinn der Natur verliert sich im perfekten Beweisfoto.
Vielleicht geht es gar nicht darum noch mehr Seiten unter freier Himmel zu schaffen sondern weniger Planen und mehr Ruhe rauszuholen. Die Kleine braucht vielleicht Zwischenschritte und Pausen statt ständiger Höchstleistung.
Ich glaube die andere Seite ist oft nur eine Fassade. Es klingt leicht aber hinter der Fassade steckt auch Anstrengung und Routine und manchmal ist es auch ok wenn es nicht gelingt.
Vielleicht geht es um neue Rahmen statt um mehr Kilometer. Kleine Naturmomente neben dem täglichen Weg zur Schule oder im Park statt langer Wanderung reichen manchmal um die Verbindung zu halten.
Was wäre, wenn der Schlüssel nicht das Ziel ist sondern das Loslassen?