Ich sitze gerade an einem Projekt, das eigentlich eine einfache Montage hätte sein sollen, aber jetzt habe ich stundenlang mit den Farben gekämpft. Ich dachte, ich hätte ein gutes Auge dafür, aber irgendwie wirkt alles entweder zu flach oder total unnatürlich. Besonders die Hauttöne in den Interview-Szenen machen mich verrückt. Ich frage mich, ob ich vielleicht zu sehr auf die technischen Werte starre und das Gefühl dafür verliere, wie es eigentlich aussehen sollte.
Das klingt wirklich frustrierend, du wolltest eine einfache Montage und kämpfst mit Farben die nicht funktionieren und Hauttöne die nicht stimmen.
Vielleicht liegt das Problem weniger in den Zahlen als darin dass Werte den Blick verdrehen und das eigentliche Gefühl der Szene verdecken und vielleicht ist das ja auch ehrlich gesagt egal.
Ich frage mich ob Hauttöne wirklich das zentrale Problem sind oder ob Licht Kamera und Schnitt die Illusion stärker prägen.
Vielleicht kann man die Perspektive wechseln und dem Konzept Raum geben statt der perfekten Hautfarbe also den Moment statt der Idealform suchen.
Es tut gut zuzugeben dass es manchmal nicht sofort klappt und dass der Druck von Perfektion eher die Farben verschluckt als hilft.
Vielleicht ist die eigentliche Frage ob naturnahe Hautfarbe wirklich das Ziel ist oder ob es nur eine Maske für die Szene ist und wer darüber entscheidet.