Wir sind vor einem Jahr aufs Land gezogen und ich liebe die Ruhe. Aber langsam frage ich mich, ob ich die Sache mit der Selbstversorgung vielleicht zu naiv angegangen bin. Der Gemüsegarten ist eine einzige Schneckeninvasion und die paar Hühner fressen mir mehr Geld, als sie Eier legen. Ich stehe oft da und denke, dass das alles viel mehr ein Balanceakt ist, als ich dachte. Wie geht ihr damit um, wenn die Realität so anders ist als die Vorstellung?
Ich liebe die Ruhe, aber die Selbstversorgung wird langsam zu einem Balancing Spiel mit Schnecken Futterkosten Zeitmanagement und am Ende wirkt das eher wie ein Marathon.
Vielleicht ist Selbstversorgung kein Alles oder Nichts, sondern ein Lernweg bei dem Fehler genauso Teil der Rechnung ist wie der Erfolg.
Ich sehe das romantische Bild von der Selbstversorgung und frage mich ob die Schnecken dir eher die Grenzen zeigen als deine Absichten.
Vielleicht definiert man das Ziel neu statt Ernte um jeden Preis, und sucht eher Stabilität und Freude im Alltag.
Was wäre wenn man die Sache neu denkt und Selbstversorgung als gemeinschaftsprojekt mit Nachbarn betrachtet?
Ich bleibe pragmatisch und gestehe mir ein dass Kosten und Arbeit manchmal zu viel sind und man zugleich kleine Erfolge anerkennen darf.
Interessant ist auch der Gedanke dass das Thema neu gerahmt wird vielleicht als Balanceakt zwischen Stille Erde und gelegentlichen Experimenten statt als ständige perfekte Produktion