Ich bin in letzter Zeit oft hin- und hergerissen, ob ich mich bei einem Ehrenamt in der Nachbarschaftshilfe melden soll. Eigentlich möchte ich etwas zurückgeben, aber ich habe Sorge, dass meine zeitlichen Kapazitäten nicht stabil genug sind und ich dann Leute im Stich lasse. Andererseits denke ich, dass selbst unregelmäßiges Engagement besser ist als gar keins. Wie habt ihr das bei euch so geregelt, wenn ihr neben Job und Familie noch Energie für so etwas findet?
Ich verstehe dich total und das Ehrenamt in der Nachbarschaftshilfe kommt mir sehr bekannt vor, ich habe erst mal nur eine kleine Aufgabe probiert statt gleich viel zu übernehmen.
Aus organisatorischer Sicht probiert man oft eine flexible Einteilung aus und legt fest dass Engagement nur passt wenn Kalendereinträge Platz haben damit stabile Zeiten entstehen.
Was wenn der Gedanke unregelmäßiges Engagement sei besser als gar nichts nur eine tröstung ist die dich in der Praxis nicht weiterbringt?
Ich neige dazu das Ehrenamt in der Nachbarschaftshilfe wie eine Figur in einem Roman zu betrachten die erst einen neuen Blick auf die Welt bekommt und dann merkt dass man oft mit einem anderen Rahmen arbeitet.
Vielleicht hilft dir eine langsamere Herangehensweise mit einem ersten Tag pro Monat und einer klaren Absage an weitere Verpflichtungen damit du Stabilität behältst.
Manche reden von Erwartungen der Leser und ich frage mich ob die Idee Jahr für Jahr durchhalten zu müssen wirklich dein Maßstab ist oder ob du auch einen anderen Weg findest der zu dir passt.