Ich war letztes Jahr zum ersten Mal auf einem richtig großen Festival und bin immer noch etwas hin- und hergerissen. Die Musik und die Stimmung waren absolut unglaublich, keine Frage. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich ständig etwas verpasse, weil auf fünf Bühnen gleichzeitig Acts laufen. Manchmal stand ich einfach nur da und habe mich gehetzt und unentschlossen gefühlt, anstatt die Musik zu genießen. Wie geht ihr damit um, dieses Gefühl, den perfekten Moment zu verpassen, wenn ihr euch für eine Bühne entscheiden müsst?
Das kenne ich von mir selbst wenn viele Bühnen locken und der Kopf im Kreis dreht. Es fühlt sich an als würde man den perfekten Moment suchen und ihn doch nie greifen. Vielleicht hilft es dir zu akzeptieren dass das Verpassen manchmal einfach dazugehört und dass jedes Mal ein anderes Bild entsteht wenn du dich entscheidest. Gib dir Erlaubnis auch mal zu stehen und den Augenblick zu atmen statt ihn zu jagen.
Beim nächsten festivalversuch frage ich mich ob Verpassen überhaupt bedeutet oder ob es nur der Stress ist den die vielen Bühnen auslösen? Vielleicht hilft es zu sagen ich bleibe jetzt bei dieser Bühne und lasse die anderen vorerst warten auch wenn der Kopf protestiert. Dann wird der Moment zu einem kleinen Experiment statt zu einer Flucht vor den anderen Acts.
Vielleicht ist das ganze Gerede um den perfekten Moment nur eine Modetaktik der Festivals. Wer sagt dass man alles mit zwei drei Bühnen erleben muss?