Ich sitze gerade an meinem ersten größeren Review und frage mich, wie andere mit dem Gefühl umgehen, wenn man die Arbeit eines etablierten Forschers wirklich kritisch hinterfragen muss. Es fühlt sich irgendwie anmaßend an, als Doktorand so detailliert in die Methodik einer eigentlich angesehenen Studie einzusteigen und dort mögliche Schwachstellen zu sehen. Besonders, weil man ja selbst noch am Anfang steht. Hat jemand ähnliche Zweifel gehabt, ob man das "darf"?
Ja klar solche Zweifel kenne ich gut. Du fühlst dich anmaßend doch Wissenschaft lebt davon jemanden zu hinterfragen und das gehört zur Methodenkritik auch wenn du am Anfang bist und erfahrene Forschende sagen dir das oft heimlich.
Vielleicht wirkt Kritik wie ein Messer durchs Blatt Papier doch sie dient der Qualität und der Verständlichkeit der Ergebnisse. Man schaut die Methoden an als würde man eine Anleitung in einem Handbuch lesen und fragt sich wo die Zügel der Aussage liegen.
Vielleicht interpretierst du das als Angriff und vernachlässigst die Idee hinter der Kritik. Ist es nicht eher ein Angebot an die eigene Arbeit damit sie belastbarer wird?
Was wenn die Grundannahme der Frage selbst schon unklar ist und die folgende Kritik eher das Thema rahmt statt die Person zu treffen