Ich war letzte Woche bei meinem Hausarzt, weil ich seit Monaten mit unerklärlichen Kopfschmerzen zu kämpfen habe. Er hat mich direkt zu drei verschiedenen Fachärzten überwiesen – Neurologe, Radiologie, Orthopäde. Jetzt sitze ich hier mit einem Stapel Überweisungen und Terminanfragen und frage mich ernsthaft, ob das wirklich der effizienteste Weg ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss mein eigenes Fallmanager sein, nur um herauszufinden, was mir fehlt. Das kostet so viel Zeit und Energie, die ich gerade nicht habe. Geht es anderen auch so, dass man sich im System einfach verloren fühlt?
Ja das kennen viele. Man sitzt mit einem Stapel Überweisungen da und hat das Gefühl das System will mehr von der einen als von der anderen Seite Hilfe. Es kostet Zeit Energie und die Antworten bleiben oft wage. Vielleicht ist da einfach der falsche Weg der Weg über drei Fachärzte am Anfang.
Vielleicht lohnt es sich zuerst zu klären was eigentlich dein Hauptproblem ist statt gleich drei Fachrichtungen zu buchen. Eine zentrale Koordinationsstelle oder ein Fallmanager könnte die Fäden in der Hand behalten und die Termine sinnvoll bündeln. Das klingt nach Planung statt nach Zufall.
Ich frage mich ob drei Fachärzte am Anfang wirklich helfen oder eher mehr Stress machen. Manchmal wirkt der industrielle Ablauf wie ein Schnellschuss statt einer echten Prüfung der Ursachen. Vielleicht wird damit nur Zeit gewonnen die am Ende fehlt.
Vielleicht geht es auch um die Frage wer sammelt welche Informationen statt wer die richtige Diagnose findet. Das Konzept das manche Fallmanager nennen führt das Chaos zu einer sichtbaren Struktur auch wenn es fremd klingt.
Ich kenne das Muster aus dem Umfeld. Man fühlt sich im System verloren und fragt sich ob man den Überblick überhaupt behalten kann.
Fühlt ihr euch auch öfter so dass der Weg zur Besserung eher aus Formularen besteht als aus echten Gesprächen?