Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, mein Portfolio zeigt nur die technisch perfekten Arbeiten, aber irgendwie nicht mehr, wer ich eigentlich bin. Es fehlt dieser rote Faden, der alles verbindet. Ich frage mich, ob andere auch manchmal das Gefühl haben, dass ihre Mappe zu sehr nach einer Checkliste aussieht, statt nach einer echten Geschichte.
Ich kenne das nur zu gut. Diese Phase fühlt sich an als würde das Portfolio nur eine Checkliste abarbeiten und nicht zeigen wer ich wirklich bin. Der rote Faden ist schwer zu sehen, vielleicht versteckt er sich hinter den Projekten, vielleicht auch in mir selbst.
Aus einer analytischen Sicht wirkt eine Mappe oft wie eine Statistik von Features statt einer Geschichte. Vielleicht hilft es das Konzept zu benennen und ein Motiv zu finden das sich durch die Arbeiten zieht ohne zu erklären wie jedes einzelne Teil funktioniert. Ein roter Faden kann eine Figur sein eine Metapher die Projekte verbindet und der Leser spürt warum diese Reihe existiert.
Macht das wirklich Sinn so zu fragen frage ich mich aber skeptisch? Die Idee von Identität durch die Mappe klingt gut doch wer entscheidet was echt wirkt Vielleicht ist der Druck der Checkliste ohnehin nur ein Spiegel von Erwartungen
Was wenn der rote Faden nicht in der Reihenfolge der Arbeiten liegt sondern in einer offenen Frage die sich durch die Mappe zieht? Die Idee ist eine neue Rahmung statt einer Antwort
Vielleicht hilft es die Mappe als Sammlung von Momentaufnahmen zu sehen statt als fertige Geschichte Eine Figur oder eine Leitmetapher könnte den Verlauf gar nicht erklären aber zeigen wohin die Neugier führt