Wie finde ich die balance zwischen werbung und authentizität?
#1
Ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich echt umtreibt. Wir haben für unsere kleine Manufaktur bisher fast ausschließlich auf Mundpropaganda gesetzt, was auch gut funktioniert hat. Jetzt überlegen wir, ob wir nicht doch mal in bezahlte Werbung einsteigen sollten, einfach um noch ein paar neue Gesichter zu erreichen. Ich habe aber richtig Bammel davor, dass das irgendwie unser authentisches Image kaputt macht oder dass die Leute denken, wir würden uns jetzt "verkaufen". Besonders der Gedanke an eine gezielte Kampagne für unsere nachhaltigen Produkte lässt mich hin- und hergerissen sein. Irgendwie fühlt sich das nach einem großen Schritt an.
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#2
Ich kenne dieses Zittern vor der Werbung. Es fühlt sich an als würde man einen Teil der Seele verstecken wenn man von Werbung spricht und von neuen Kunden. Die Angst dass die Authentizität verloren geht ist echt. Vielleicht hilft es zu klären was ihr unter echt versteht. Wer bleibt der Protagonist eurer Geschichte wenn ihr plötzlich Anzeigen schaltet. Mir geht es darum wie ihr euch weiterhin wie eine Handwerksbude anfühlt statt wie eine Marke die irgendwas verkauft.
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#3
Eine nüchterne Sicht auf bezahlte Werbung beginnt mit Ziel Budget und Messwerte. Wenn ihr eine kleine Kundschaft habt könnte eine Testkampagne mit klaren Zielen starten zum beispiel Besucher auf der Webseite oder Anfragen. Wichtig ist eine klare Definition der Authentizität eurer Botschaft und wie ihr sie authentisch kommuniziert statt plakativ zu wirken. Prüft ob der Kanal zu eurem Stil passt und ob ihr die Kontrolle über die Geschichte behaltet. Man kann mit einer kleinen Investition starten und die Wirkung in zwei Wochen bewerten statt gleich zu viel Risiko zu nehmen.
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#4
Vielleicht denkt ihr Werbung sei automatisch ein Auftrag zu verkaufen und die Hände zu schmutzig zu machen. Doch Werbung kann auch eine Brücke zu Menschen sein die eure Arbeit noch gar nicht kennen. Wenn die Idee sich gut anfühlt wäre eine sanftere Variante möglich statt nur Produkte zu pushen. Es könnte sein dass ihr missverstanden werdet als eine große Marke und ihr könnt euch trotzdem treu bleiben indem ihr transparent über Herstellungsprozesse sprecht.
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#5
Was wäre wenn ihr den Test aus der Perspektive der Leser betrachtet statt nur aus Sicht der Verkaufszahlen statt Verkaufszahlen? Vielleicht öffnet sich dann eine andere Tür eine Einladung zu echten Gesprächen und weniger Druck. Gerade mit einem sehr begrenzten Budget könnt ihr eine offene Frage stellen statt eine klare Lösung zu liefern und so eine neue Beziehung zu euren Kunden aufbauen.
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