Ich stehe gerade vor einem Problem bei meinem eigenen Projekt und dachte, vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich versuche, eine bestimmte Stimmung in einer kurzen Filmszene zu erzeugen, und habe stundenlang nach der passenden Musik gesucht. Jedes Stück, das ich finde, fühlt sich entweder zu aufdringlich oder zu zurückhaltend an. Gestern bin ich zufällig auf einen Soundtrack gestoßen, der fast perfekt war, aber irgendwie hat er die emotionale Wendung im Dialog komplett übertönt. Jetzt frage ich mich, ob ich zu sehr auf die Melodie achte und nicht genug auf den Raum, den die Musik den Worten lassen muss. Wie geht ihr damit um, wenn die Musik fast stimmt, aber dann doch gegen die Szene arbeitet?
Das kenne ich gut Musik soll den Raum geben in dem die Worte wachsen und nicht wie eine Apparatur wirken manchmal klappt das erst wenn die Musik zurücktritt und das Gesagte atmen lässt
Aus dramaturgischer Sicht wirkt Musik oft wie ein Fenster in den Raum der Szene sie kann Dialog einschließen oder ausdehnen doch zu laute Musik verschluckt die Worte und macht den Raum eng
Vielleicht liegt der Fehler gar nicht in der Melodie sondern in der Fokussierung ich suche zu sehr nach dem perfekten Track statt nach einer passenden Dynamik die Musik könnte auch nur andeuten statt alles zu erklären
Bevor du dich weiter auf die Suche begibst frage ich mich ob die Frage nach dem perfekten Track überhaupt die richtige ist Wäre es nicht möglich die Musik erst später ins Bild zu bringen?