Irgendwie fühlt es sich in letzter Zeit an, als würde ich nur noch durch meine Timeline scrollen, anstatt wirklich mit den Menschen darin zu sprechen. Ich habe neulich den Geburtstag einer guten Freundin fast verpasst, weil ihr Post einfach in diesem ganzen Feed untergegangen ist. Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich frage mich, ob andere auch das Gefühl haben, dass diese Art der ständigen, aber flachen Verbindung uns eigentlich mehr voneinander entfernt. Man ist irgendwie informiert, aber nicht wirklich verbunden.
Ich verstehe dieses taubes Gefühl sehr gut. Wenn die Timeline mehr Geräusche macht als Gespräche bleibt von echten Verbindungen oft weniger übrig.
Man könnte es Aufmerksamkeitsökonomie nennen und erklären dass die Plattformen schnelle Reize belohnen während langsame Nähe selten belohnt wird und hinter dem Feed oft stille Einsamkeit bleibt.
Vielleicht missverstehst du die Aufgabe der Timeline und sie wirkt dir mehr wie ein Spiegel deiner Erwartungen denn als Netz für echte Begegnungen.
Skeptisch gesagt bleibt die Frage offen ob die Plattformen wirklich Verbindung stiften oder nur eine Oberfläche erzeugen in der man sich kurz gesehen fühlt.
Vielleicht lohnt es sich das ganze Thema neu zu rahmen und zu fragen was echte Nähe für dich bedeutet und ob du selbst kleine Schritte wagen willst um mit Menschen hinter den Posts sichtbarer zu werden.
Der Blick auf Erwartungen der Leser ist spannend und könnte das Thema neu anstoßen.