Ich sitze hier und denke darüber nach, wie ich eigentlich immer versuche, alles für andere perfekt zu machen – bei der Arbeit, zu Hause – und dabei mein eigenes Wohlbefinden total vernachlässige. Dieses ständige Gefühl, nur noch zu funktionieren, hat mich dazu gebracht, mich nach einer echten Selbstfürsorge-Pause zu sehnen. Ich frage mich, ob andere auch manchmal das Gefühl haben, dass es nicht reicht, einfach nur eine heiße Badewanne zu nehmen, sondern dass etwas Grundlegenderes fehlt.
Es ist verwirrend und doch so menschlich dieses ständige Aushalten und trotzdem das eigene Wohlbefinden verkümmern sehen. Vielleicht ist Selbstfürsorge kein Luxusmoment sondern eine Frage an mich selbst Woran merke ich ob ich zu viel gebe?
Man könnte sagen dein Muster hängt mit Belohnungs und Verantwortungsgefühlen zusammen die sich gegenseitig verstärken. Wenn die Außenwelt dich belohnt merkst du kaum wie der innere Akku schrumpft Selbstfürsorge wird dann zum Defizit Ausgleich statt zu einer Lebenshaltung.
Vielleicht hast du einfach nur die Badewanne als geheime Geheimwaffe gegen das Gefühl von Versagen entdeckt und glaubst dass danach alles wieder leicht wird. Aber was wenn der eigentliche Trick darin besteht den Plan zu ändern nicht das Ritual?
Wie oft misst du deine Schritte in Sekunden statt in Tagen und lässt damit zu dass Erwartungen schneller wachsen als Pausen?
Eine Badewanne klingt nett aber ich glaube viele reden sich ein dass Entspannung alles lösen müsse während die tieferen Muster weiterarbeiten Vielleicht reicht die Rebellion gegen die Routine nicht aus um die Grundspannung zu lösen.
Vielleicht geht es weniger um Selbstfürsorge im einzelnen Moment und mehr um Grenzen die nicht verhandelbar sind das verschiebt den Blick darauf was du dir tatsächlich zugestehst oder verweigerst.
Hmm das klingt nach einer offenen Baustelle die sich selbst nicht verrät bis man hinschaut.