Ich habe letzte Woche versucht, meiner Tante meine aktuelle Forschung zu erklären, und es ist einfach in eine seltsame Diskussion über etwas abgedriftet, das sie in einer Dokumentation gesehen hatte. Jetzt frage ich mich, ob ich zu sehr ins Detail gegangen bin, oder ob ich vielleicht die falschen Anknüpfungspunkte gewählt habe. Wie findet man eigentlich diese gemeinsame Sprache, wenn die Wissensstände so weit auseinanderliegen?
Ich verstehe das Dilemma. Der Moment in dem du merkst dass deine Tante eine Doku hört und nicht deine Ideen. Der Fokus verschiebt sich sofort auf den Ton statt auf den Sinn. Die Frage nach der Sprache wird zum Brennpunkt
Aus analytischer Sicht braucht man klare Ankerpunkte. Der Weg zur gemeinsamen Sprache beginnt beim einfachen Wort was bedeutet das hier wirklich. Und man darf flexibel bleiben damit niemand sich ausgeschlossen fühlt
Vielleicht hat sie die Prämisse leicht missverstanden. Wenn man den Kontext kippt landet man oft bei einer ganz anderen Sache als man beabsichtigt hat
Eine einzige Frage sollte reichen. Welche Grundannahme steckt hinter der Bitte nach einer gemeinsamen Sprache?
Ich bleibe skeptisch. Denn Fiktion und Fakten mischen sich in einer Dokumentation oft und das erschwert echten Austausch
Vielleicht wirkt es hilfreich das Thema neu zu rahmen statt es zu lösen. Man könnte es als Wanderung durch verschiedene Perspektiven sehen in der jeder etwas anderes mitbringt