Ich sitze hier nach Feierabend und starre immer noch auf den Bildschirm, obwohl ich längst hätte abschalten müssen. Irgendwie schaffe ich es einfach nicht, die Arbeit gedanklich loszulassen, selbst an den Wochenenden. Mir ist klar, dass diese ständige Erreichbarkeit nicht gesund ist, aber die Angst, etwas zu verpassen oder als nicht engagiert zu gelten, ist so groß. Geht es noch jemandem so, dass die Grenze zwischen Job und Privatleben komplett verschwimmt?
Ja, ich kenne das Gefühl. Der Bildschirm ruft auch nach Feierabend, und die Grenze zwischen Job und Privatleben wird immer unschärfer.
Aus psychologischer Sicht klingt es, als hättest du eine automatische Erwartungshaltung programmiert, die keine Pausen kennt.
Glaubst du wirklich, dass ständige Erreichbarkeit dauerhaft gut tut?
Vielleicht hilft es Rituale zu schaffen die den Kopf neu ordnen, wie ein kurzes Abschließen der Aufgaben um dieselbe Uhrzeit.
Vielleicht geht es gar nicht um Erreichbarkeit sondern um Sinnkrisen im Job die sich auf andere Bereiche ausdehnen.
Hm es ist schwer aber nicht unmöglich.
Man könnte von einem Grenzprozess reden der eine neue Form von Abgrenzung sucht.