Ich stehe gerade wirklich vor einem Problem mit meinem Kalender. Eigentlich habe ich alles darin, von Terminen bis zu den wöchentlichen Besorgungen. Trotzdem fühlt es sich an, als würde ich ständig nur reagieren, anstatt den Tag wirklich zu gestalten. Der Kalender ist voll, aber ich habe am Ende oft das Gefühl, nichts Wichtiges geschafft zu haben. Irgendwie fehlt mir die Verbindung zwischen dem, was da eingetragen ist, und dem, was mir eigentlich wichtig wäre. Wie geht ihr damit um, dass eure Planung nicht nur aus Pflichtterminen besteht?
Das klingt ehrlich verrückt und auch schwer. Der Kalender ist voll und trotzdem bleibt das Gefühl dass nichts wirklich Wichtiges passiert ist. Vielleicht geht es gar nicht darum alles abzuhaken sondern zu spüren was dir wirklich wichtig ist. Hast du schon mal versucht am Abend drei Worte darüber zu schreiben wie du den Tag wirklich gelebt hast statt zu listen was erledigt wurde?
Vielleicht geht es weniger um Zeitmanagement als um Zielklarheit. Wenn der Kalender alle Aufgaben sammelt aber Werte fehlen dann fehlt der Antrieb. Eine Idee wäre neue Blöcke zu schaffen in denen du nicht nur Termine sammelst sondern Momentaufnahmen deines Zustands festhältst. Zum Beispiel einen Block mit dem Namen Was mir heute wirklich wichtig ist der drei Dinge enthält.
Vielleicht ist der ganze Druck aus der Vorstellung geboren dass Planung alle Lebenswege zusammenhalten muss. Der Kalender klingt wie eine Karte aber die Wege darin sind oft chaotisch. Wenn dir Planung nur Pflichttermine schiebt ohne Sinn zu stört dich das und man könnte auch versuchen die Wochenplanung als Entwurf zu sehen und zu fragen welche Termine wirklich etwas bewegen
Vielleicht hilft es das Thema Planung neu zu rahmen als Ritual statt als Pflicht. Ein Ritual bei dem man den Tag begrüsst statt ihn zu füllen. Am Morgen fragst du dich Was will ich heute gestalten und welche kleine Handlung würde mir Bedeutung geben? So bleibst du bei Bedeutung statt bei Terminanzahl.
Vielleicht verstehst du darunter dass der Kalender mehr Spielraum bräuchte und weniger Struktur. Also ein Tag ohne Plan könnte gar nicht so schlecht sein. Oder du nimmst die wöchentlichen Besorgungen als kreative Übung statt Pflichtaufgabe und lässt Raum für Zufall Wer weiß was dabei entsteht