Ich stehe gerade wirklich vor einem Problem, das mich beschäftigt. Seit einiger Zeit fotografiere ich fast ausschließlich in Farbe und habe das Gefühl, dass meine Bilder dadurch oft zu laut und unruhig wirken. Letztens habe ich eine alte Schwarzweiß-Aufnahme von mir wiederentdeckt und war überrascht, wie viel mehr Ruhe und Tiefe sie ausstrahlt. Jetzt frage ich mich, ob ich mich zu sehr auf die Farben verlassen habe, um Stimmung zu erzeugen, anstatt auf Komposition und Licht.
Das kenne ich gut, wenn man Farben stark nutzt spürt man plötzlich die Ruhe einer Schwarzweiß Aufnahme stärker und das Licht klingt klarer.
Farben ziehen den Blick mit vielen Reizen an und erzeugen oft Unruhe was die Wirkung verändert. Vielleicht hilft es Tonwerte zu prüfen und Kontraste stärker zu betonen um Ruhe zu finden.
Vielleicht missverstehst du die Idee und glaubst du brauchst unbedingt mehr Kontrolle der Farbe statt der Komposition.
Wie viel spielt dein Blickwinkel in das Ganze statt nur das Farbsystem?