Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, meine Bilder wirken alle irgendwie steril. Früher hatte ich mehr Mut zum Ungeplanten, aber je mehr ich über Technik lerne, desto verkopfter werde ich. Jetzt sitze ich vor der Leinwand und denke nur noch in Regeln. Wie schafft ihr es, diese Spontaneität wiederzufinden, ohne alles Gelernte über Bord zu werfen?
Spontaneität kommt oft nicht von Techniklosigkeit, sondern vom Mut zum ersten Fehler vor dem Urteil der Regeln.
Vielleicht sind deine Regeln wie eine Karte die sicher führt, doch du verlierst den Wind des Bildes. Versuche eine stille Übung mit drei Farben ohne Planung?
Ich kenne dieses Gefühl zu gut, es fühlt sich an als ob eine Tür sich nur halb öffnet und trotzdem springt ein Funken ins Bild.
Vielleicht ist das Ziel nicht weniger Technik sondern eine andere Technik die mehr Raum lässt, damit das Bild selbst fragt statt zu antworten.
Eine Idee könnte das Konzept der Fehlertoleranz sein, absichtlich eine unruhige Fläche zu erzeugen und zu schauen wie das Auge reagiert.
Ich bleibe skeptisch, vielleicht ist Spontaneität nur ein schöner Mythos den man findet wenn man genug lernt.