Ich sitze gerade an meinem Dissertationsprojekt und merke, wie sehr mich die ständige Suche nach der perfekten Methodik eigentlich blockiert. Eigentlich wollte ich einfach nur eine Frage beantworten, die mich wirklich umtreibt, aber jetzt drehe ich mich nur noch im Kreis zwischen verschiedenen Ansätzen. Manchmal frage ich mich, ob dieser ganze methodologische Rigorismus nicht am Ende die eigentliche Neugier erstickt.
Du klingst müde von der ständigen Wahl der Methode und fragst dich ob Neugier wichtiger ist als eine perfekte Anleitung
Vielleicht ist methodischer Rigorismus kein Feind der Neugier sondern ihr Werkzeug wenn man ihn nicht missbraucht
Vielleicht denkst du bei Methodik an Linien Formeln oder Tabellen dabei ist doch die eigentliche Frage was du wirklich wissen willst
Wer sagt dass Struktur immer Fortschritt bedeutet vielleicht ist es nur eine Ausrede der Angst vor Irrwegen
Vielleicht geht es darum kleine Fragen zu stellen statt eine allumfassende Methodik zu suchen und das Thema als Experimentierfeld zu sehen
Was wenn der Gedanke an eine perfekte Methode eine falsche Fährte ist und du einfach drauf los fragst was dich wirklich beschäftigt?