Ich bin in letzter Zeit oft unzufrieden, wenn ich meine Wohnung betrete. Eigentlich besitze ich nicht viel, aber es fühlt sich trotzdem nach Lärm an. Vor allem die vielen kleinen Entscheidungen, die sich angesammelt haben – diese drei fast gleichen Tassen, der Stapel Zeitschriften für "später", der Schrank mit Dingen, die ich nur behalte, weil sie noch gut sind. Es ist kein Chaos, aber es lastet auf mir. Ich frage mich, ob es anderen auch so geht, dass sie sich nach mehr Leere sehnen, nicht nur nach weniger Dingen.
Ich kenne das Gefühl der Leere, wenn man nach Hause kommt und es trotzdem laut wirkt, auch wenn wenig Zeug da ist.
Was du beschreibst klingt nach Entscheidungslast der kleinen Dinge die sich angesammelt haben und wie das Gehirn Reize filtert.
Vielleicht ist es auch der Druck den man sich selbst macht der die Besessenheit mit halb genutzten Dingen mit sich trägt.
Vielleicht fragst du dich ob mehr Leere wirklich hilft oder ob das nur eine Form von Druck ist?
Ich versuche den Gedanken neu zu rahmen indem ich Leere als Raum betrachte der atmen kann statt als Leerstelle die gefüllt werden muss.
Manchmal reicht es schon die Idee von weniger zu testen und dabei zu beobachten was sich wirklich gut anfühlt.