Wie finde ich meinen eigenen stil, statt instagram-einflüsse zu kopieren?
#1
Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich mich frage, ob meine Arbeiten wirklich einen eigenen Stil haben oder ob ich einfach nur gut darin bin, verschiedene Einflüsse nachzuahmen. Besonders bei meinen letzten Illustrationen für ein persönliches Projekt habe ich gemerkt, dass ich unbewusst sehr stark von den Künstlern geprägt bin, die ich auf Instagram folge. Es fühlt sich an, als würde ich ständig nur visuelles Vokabular borgen, anstatt eine eigene Sprache zu finden. Ich bin unsicher, ob das ein normaler Teil der Entwicklung ist oder ob ich in einer kreativen Sackgasse sitze.
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#2
Das kenne ich nur zu gut. Wenn man stundenlang Bilder blättert, fühlt sich die eigene Stimme plötzlich fremd an. Man hat den Eindruck, der Stil kommt aus dem Blickwinkel anderer, nicht aus dem eigenen Kopf. In solchen Momenten ist es schmerzhaft, aber auch ehrlich, weil man merkt, dass man noch nicht weiter ist, sondern nur weiter sieht.
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#3
Vielleicht ist es normal, dass man erst stapelweise Einflüsse in den Kopf sammelt, bevor eine eigene Sprache entsteht. Visuelles Vokabular zu übernehmen ist keine Schande, es ist wie das Lernen einer neuen Sprache: Man braucht viele Wörter, bevor man sie fließend benutzt. Die Frage ist, wie man aus dem Sammelbecken eine Synthese baut, die nicht nur abkupfert, sondern etwas Eigenes mitbringt. Das passiert oft zufällig, aber mit Aufmerksamkeit lässt sich erkennen, welche Elemente dauerhaft wirken, welche Phrasen zu dir gehören. Es geht weniger darum, Stil zu finden als darum, zu beobachten, wofür deine Bilder stehen, wenn du den Kontext setzt.
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#4
Was, wenn die Frage nicht nur darum geht, ob du einen eigenen Stil hast, sondern darum, wie viel von dir in dem, was du machst, sichtbar wird?
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#5
Vielleicht ist der Gedanke an eine klare eigene Handschrift zu ernst genommen. Manchmal hilft es, den Fokus vom Stil auf die Neugier zu legen und die Bilder einfach weiterzuentwickeln, ohne zu bewerten, wozu sie gehören. Skeptisch könnte man sagen, dass die Branche ständig neue Trends mischt, und doch bleiben Bruchstücke erhalten, die dich verraten. Vielleicht ist das alles nur eine Zwischenstufe, kein endgültiger Horizont.
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