Irgendwie fühlt es sich in letzter Zeit seltsam an, wenn ich nach einem langen Tag noch schnell eine Runde in meinem Lieblings-Shooter starte. Früher war das mein absoluter Ausgleich, aber jetzt habe ich oft das Gefühl, ich müsste eigentlich noch etwas "produktives" machen, bevor ich mich entspannt dem Spielen widmen kann. Das nimmt mir total den Flow und ich frage mich, ob das noch jemand so kennt.
Ja, das kenne ich. Nach einem langen Tag fühlt sich das Spielen plötzlich wie eine Pflicht an, weil ich produktiv sein müsste statt einfach abzuschalten.
Aus psychologischer Sicht wird dein Belohnungssystem durcheinander, wenn äußere Erwartungen die innere Ruhe verdrängen und der Flow manchmal kehrt sich um.
Vielleicht missverstehe ich dich, aber könnte es sein dass du dein Feierabendritual mit Selbstoptimierung verwechselt hast.
Vielleicht ist es nur Gewohnheit die sich verschoben hat. Das Gehirn erinnert sich an Arbeitserfolg auch im Freizeitmodus.
Was wenn du das Spiel als Testfeld für Stressregulation siehst statt als Unterbrechung der Produktivität?
Was genau bedeutet dir dieses Gefühl von Produktivität und wer setzt das Maß du oder der Alltag?