Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich das Gefühl habe, meine Bilder werden immer gleich. Ich male viel mit Acryl und experimentiere mit Strukturpasten, aber irgendwie fehlt die Frische. Letztens habe ich angefangen, richtig dicke Farbschichten aufzutragen und sie dann teilweise wieder abzukratzen. Das Ergebnis hat mich überrascht, es wirkte plötzlich lebendiger und roher. Ich frage mich, ob dieser Ansatz vielleicht eine Sackgasse ist oder ob ich da einfach mehr Mut haben muss, weiter in diese Richtung zu gehen.
Ja das klingt nach einem Mut Moment Wenn du dicke Farbschichten aufträgst und danach Teile abkratzt wirkt alles lebendiger Die rohe Offenheit deiner Farben hat plötzlich Charakter
Vielleicht geht es weniger um neue trickreiche Formeln als um Wahrnehmung Wenn du die Flächen bewusst trennst und die Struktur als eigene Sprache siehst entsteht ein Spannungsfeld zwischen Masse und Leere Das macht Bilder im Kopf erst lebendig
Du suchst nach mehr Spannung und du glaubst der Weg liegt im Material Aber vielleicht ist dein Blick auf das Ergebnis schon viel klarer als die Technik es zulässt
Vielleicht ist die Fragestellung selbst eine Sackgasse Vielleicht solltest du nicht fragen ob das funktioniert sondern wie sich dein Gefühl verändert wenn du weiter kratzt
Vielleicht lässt sich das Bildfeld neu denken Statt Luft und Leere zu suchen schichte ich Schicht auf Schicht und höre was das Material mir sagt Es geht um eine stille Entdeckung die sich langsam entfaltet