Manchmal frage ich mich, ob ich mit meinem Studium wirklich etwas bewegen kann. Ich sehe die Probleme um mich herum und möchte später in der Sozialen Arbeit praktisch helfen, aber die Seminare fühlen sich oft so abgehoben an. Dieses ständige Hinterfragen von Strukturen und Begriffen lähmt mich fast, anstatt mich handlungsfähig zu machen. Ich habe das Gefühl, dass diese akademische Distanz mich von den eigentlichen Nöten entfernt, die ich doch lindern will.
Ich verstehe deinen Frust. Wenn Seminare sich abgehoben anfühlen und draußen echte Not herrscht, wirkt Theorie oft wie ein Spielzeug statt wie Werkzeug für die Praxis.
Aus analytischer Sicht macht dieses Dilemma Sinn denn Strukturtheorie will Muster erklären doch Praxis lebt von unmittelbarer Resonanz mit den Betroffenen.
Vielleicht wird dein Gefühl auch dadurch getragen dass du zu viel Wert auf Begriffe legst und nicht auf das unmittelbare Handeln mit Menschen.
Was wenn die eigentliche Fragestellung falsch gewählt ist und der Blick auf Strukturen die echte Hilfsbereitschaft eher behindert als fördert?