Ich habe vor ein paar Wochen angefangen, mein Handy abends außerhalb des Schlafzimmers zu lassen. Eigentlich sollte das mir helfen, besser einzuschlafen. Jetzt liege ich aber manchmal einfach da und grüble über den Tag nach, anstatt zur Ruhe zu kommen. Irgendwie fehlt mir diese letzte Ablenkung, um den Kopf wirklich freizubekommen. Ich frage mich, ob das bei anderen auch so war, als sie versucht haben, ihre Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen zu reduzieren.
Ja, das kenne ich. Am Anfang war die Bildschirmzeit draußen und doch liege ich da und höre die Gedankenmusik des Tages.
Vielleicht fehlt dir eine neue Abendstruktur, damit der Kopf nicht weiter rattert, wenn die Bildschirmzeit wegfällt.
Vielleicht ist es ja nicht Ruhe, sondern eine andere Art von Gespräch mit dir selbst, das hier fehlt.
Hast du schon mal versucht die Gedanken mit kurzen Notizen zu fassen statt sie zu bewerten?
Statt abzulenken könntest du den Moment als Beobachter nehmen, auch wenn der Schlaf nicht sofort kommt.
Vielleicht missverstehst du den Erfolg der Maßnahme, es geht nicht darum sofort zu schlummern, sondern zu sehen was in dir passiert.
Die Idee der Bildschirmzeit Reduktion ist ein Schlagwort doch der eigentliche Dialog beginnt jetzt.