Ich sitze seit Wochen an diesem einen Kapitel meiner Geschichte und komme einfach nicht weiter. Eigentlich sollte es der emotionale Höhepunkt werden, aber jedes Mal, wenn ich es lese, fühlt es sich flach und konstruiert an. Ich habe sogar versucht, die Perspektive zu wechseln oder die Szene an einem anderen Ort spielen zu lassen. Irgendwie fehlt mir der richtige Zugang zu meinen eigenen Figuren in diesem entscheidenden Moment. Vielleicht liegt es daran, dass ich zu sehr versuche, etwas Besonderes zu erzwingen, statt es einfach geschehen zu lassen. Hat jemand von euch schon mal so etwas erlebt?
Ich kenne dieses Flattern wenn der Höhepunkt sich anfühlt wie etwas das man sich zu sehr wünscht statt einfach zu handeln
Vielleicht liegt es daran dass du zu sehr versuchst die Szene zu signalisieren statt sie lebendig zu beobachten
Vielleicht ist das nur eine Ausrede und trotzdem bleibt der Eindruck dass die Szene sich selbst zu ernst nimmt
Was wenn die Frage selbst schon die Lösung verfehlt und du einfach mal die Perspektive weiterfließen lässt ohne zu steuern?
Man könnte das Kapitel neu rahmen als eine Einladung an den Leser statt an den eigenen Anspruch und dabei ein neues Schlagwort ins Narrativ einführen
Ich würde experimentell schreiben kurze schnelle Sätze dann lange Pausen ganz nüchtern beobachten wie Figuren atmen
Vielleicht ist das der Trick die Figur erinnert sich nicht an alles sondern an das Gefühl und der Leser ergänzt die Fakten während du das Kapitel etwas gehen lässt