Ich stehe gerade vor einem seltsamen Problem und frage mich, ob es anderen auch so geht. Seit ein paar Wochen kann ich mich einfach nicht mehr auf neue Alben einlassen, obwohl ich früher ständig nach frischer Musik gesucht habe. Stattdessen höre ich immer wieder die gleichen drei alten Platten von vor zehn Jahren, als wäre mein musikalisches Neugierde-Rad irgendwie abhandengekommen. Es fühlt sich fast an, als ob mein Gehirn eine Pause von allem Unbekannten braucht, aber gleichzeitig vermisse ich dieses Gefühl, von einem neuen Sound überrascht zu werden. Vielleicht liegt es an der schieren Menge an Neuerscheinungen, die jeden Freitag rauskommen.
Ja das kenne ich. Die drei alten Platten laufen immer wieder wie ein festgelegter Rhythmus und dabei fühlt sich die Neugier wie festgetackert an. Das Hirn scheint eine Pause von Neuem zu brauchen doch gleichzeitig fehlt dieses Funkenfluggefühl wenn ein neuer Sound auf dich trifft. Vielleicht liegt es am Lärm der Neuerscheinungen die jeden Freitag hereinschwappt. Meinst du es ist eher Erschöpfung der Neugier oder ein Widerwille gegen das Unbekannte?
Es könnte eine Gewohnung an Reize sein Dein Belohnungssystem reagiert stärker auf Vertrautes und neue Musik liefert weniger sofort Feedback Die alten Platten geben Sicherheit während frische Klänge langsamer wirken Vielleicht merkst du wie deine Aufmerksamkeit schneller landet als dein Ohr reagiert
Vielleicht missverstehst du die Situation Du willst nichts falsch machen und suchst nach einer perfekten Überraschung Dabei könnte die Freude auch kommen wenn du einer anderen Art von Musik deine Zeit gibst Frage dich ob du wirklich nach Neuem suchst oder eher nach einem veränderten Gefühl?
Vielleicht ist das kein Problem sondern eine Phase der Verarbeitung Neugier kann sich auch in Ruhe wandeln Anstatt sofort Neues zu jagen hörst du die Alten aus einem neuen Blickwinkel oder nimmst die Suche als Kunstform die Zeit braucht