Wie finde ich wieder rhythmus im alltag, wenn ich entschleunige?
#1
Ich stehe gerade wirklich etwas neben mir und muss das einfach mal loswerden. Seit mein Partner und ich uns dazu entschieden haben, unseren Alltag radikal zu entschleunigen, ist eine seltsame Leere eingetreten. Die ständige Hetze war anstrengend, ja, aber jetzt, wo der Kalender plötzlich so leer ist, fühlt es sich fast unheimlich ruhig an. Ich vermisse irgendwie das Chaos, obwohl ich weiß, dass es mich kaputt gemacht hat. Hat jemand ähnliches erlebt, nachdem ihr einen Gang zurückgeschaltet habt? Mir geht es nicht um Produktivität, sondern um dieses seltsame Gefühl, die eigene Geschwindigkeit verloren zu haben.
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#2
Ja, das kenne ich. Seit wir entschleunigt haben ist der Alltag ruhiger geworden und doch spüre ich eine seltsame Leere wie einen leisen Verlust des Chaos.
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#3
Vielleicht geht es nicht um weniger Leben sondern um veränderte Zeitwahrnehmung. Das Gehirn sortiert Gewohnheiten neu, Dopamin reagiert anders und Ruhe kann sich plötzlich fremd anfühlen.
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#4
Ist das wirklich Entschleunigung oder eher eine Flucht vor Unruhe? Manchmal hat das ständige Hinarbeiten auch eine Art Schutzfunktion gespielt.
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#5
Vielleicht ist es eine Einladung Tempo neu zu definieren statt abzubrechen und Ruhe als Raum für kleine Experimente statt als Leere.
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#6
Ich hab erlebt dass der Kalender leer wirkt und trotzdem irgendwas in mir mitfährt ein Geschichtenknäuel das darauf wartet erzählt zu werden.
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#7
Entschleunigung ist kein Endziel sondern ein Zwischenraum in dem sich fragt wer das Tempo wählt.
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