Ich stecke gerade in einer Phase fest, wo ich eigentlich nur noch abstrakte Landschaften male, aber irgendwie fehlt mir die Tiefe. Es fühlt sich an, als ob die Bilder keine eigene Geschichte mehr erzählen, sondern nur noch reine Stimmungen sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich zu sehr in meiner eigenen Technik gefangen bin und den Mut verloren habe, etwas wirklich Persönliches einzubringen.
Du beschreibst es ehrlich. Die abstrakten Landschaften tragen dein Echo, aber Tiefe will nicht kommen, weil sie von innen kommt und nicht durch trickreiche Pinselstriche entsteht. Vielleicht musst du dich wieder trauen zu sagen, was dich wirklich bewegt, auch wenn es unbequem wird.
Vielleicht ist der Fehler kein Mangel an Mut, sondern eine festgefahrene Routine. Eine Technik kann ein Gefängnis werden, wenn sie zu nah an der Gewohnheit klebt. Die Tiefe verschwindet dann hinter der besten Oberfläche.
Vielleicht reicht es, die Linie zu lösen und der Fläche eine Figur zu geben, die du selbst noch nicht kennst, damit das Bild wieder erzählt statt nur zu wirken.
Manche Künstler suchen nach Konflikt als Quelle der Energie, andere testen Kontexte oder Genres und schauen, ob etwas plötzlich Sinn macht. Es könnte auch helfen den Prozess zu lockern statt auf das Ergebnis zu drücken.
Was würde passieren, wenn du die Palette wechselst und das Bild in einer anderen Zeit oder mit anderen Materialien beginnst?